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Josia Schule Isny

„Das erste Jahr auf unserem Schulacker an der Kemptener Straße ist erfolgreicher verlaufen als erwartet“, resümiert Amalia Schefer, die beauftragte der Josia-Gemeinschaftsschule für das Gartenbau- Projekt. Die Kinder hatten nun auf dem großen Feld einen ganzen Jahreszyklus mitgearbeitet – zu den Arbeiten zählten unter anderem die Vorbereitung des Bodens, die Aussaat und Bepflanzung, der Kampf gegen das Unkraut, das Gießen, und schließlich die Ernte.
Die Gemüseackerdemie stellte das Fachpersonal für die fachliche Begleitung des Acker-Schulgartens, und der die elobau Stiftung unterstützt das Projekt über einen Zeitraum von vier Jahren finanziell. Bis dahin sollte der Schulgarten soweit in der Organisation verankert sein, dass es keine weitere Begleitung von außen mehr braucht.

„Die sieben Monate dazwischen haben wir alle zusammen mit Kopf und Herz und Händen fürs Leben gelernt. Was wir tun oder lassen, hat Konsequenzen. Was der Mensch sät, das wird er ernten – oder auch nicht, so unser aller Erfahrung“, sagt Amalia Schefer. Jetzt hat nicht mehr jedes Kind auf seinem eigenen Beet „wursteln“ können. Neu war, dass jeweils eine ganze Schulklasse gemeinsam ein zwölf Meter langes Beet zu betreuen hatte. Neue Erfahrungen des sozialen Miteinanders sind gesammelt worden.

Samen und Pflanzen mit den nötigen Anweisungen bekam die Schule zum richtigen Zeitpunkt von der Gemüseackerdemie zugeschickt. Die Erfahrungen auf dem Acker sind in den Sach- und Biologieunterricht integriert worden. Die Kinder sind zweifellos auch sensibilisiert worden für die Mühen der Landwirtschaft, für gesunde Ernährung und auch für die Wertschöpfung der Natur.

Die Erntezeit hat den Kindern eine riesige Freude bereitet. Nicht deshalb, weil sie das Produkt ihrer eigenen Arbeit nun endlich ernten konnten, sondern weil die Kinder von allen Gemüsesorten mit nach Hause nehmen durften, um es stolz den Eltern zu präsentieren. Und, um vielleicht auch die Familie zu eigenem Gartenbau mit Blumen und Gemüse zu ermutigen. Nur was von den Kindern zurückgelassen wurde, wurde dann in der Josia-Küche weiterverwendet.

(Auszüge aus einem Artikel in der Schwäbischen Zeitung vom 5.11. von Walter Schmid, Foto: Walter Schmid)