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Projekt Wildpflanzen-Biogas

In Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Wildpflanzenbiogas in Kißlegg entsteht ab dem Jahr 2019 dieses landwirtschaftliche Projekt. Die Idee: Anbau mehrjähriger Wildpflanzen zur Biomasseproduktion als Alternative zu Mais als Energiepflanze.

Im Jahr 2017 wurden in Deutschland auf rund 1 Mio Hektar Fläche Mais zu Produktion von Biogas angebaut. Der ökologische Nutzen während der Standzeit der Pflanze ist extrem gering. Um die Artenvielfalt in intensiv genutzten Landschaften wieder zu erhöhen, müssen neue Wege eingeschlagen werden. Die teilweise Substitution von Mais als Energiepflanze durch spezielle Wildpflanzenmischungen könnten einen wirksamen Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt und zum Insektenschutz leisten. Ein überschaubarer Minderertrag gegenüber Mais, ein wertvoller Lebensraum und Nahrungsquelle für Vögel und Insekten, deutlich reduzierte Düngemengen und weniger Arbeitsschritte auf dem Feld sind die Argumente für eine zumindest teilweise Umstellung von Mais auf Wildpflanzen.

Im ersten Schritt beteiligen sich 2019 acht Landwirte aus dem Landkreis Ravensburg und angrenzenden Landkreisen  und bauen auf insgesamt rund 15 Hektar Fläche Wildpflanzen anstatt Mais an. Pro Hektar erhalten die teilnehmenden Landwirte einen „Ökobonus“ von 500 Euro pro Jahr. Das Projekt ist auf 5 Jahre angelegt.

Weiterführende Links zum Thema Wildpflanzenbiogas:

Netzwerk Lebensraum Feldflur – Wildpflanzenbiogas
Saaten-Zeller – Informationen zur Saatgutmischung
Ähnliches Modellprojekt in der Rhön

Projektpartner:
elobau Stiftung | Landschaftserhaltungsverband Ravensburg | AG Wildpflanzenbiogas, Kißlegg